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Sparen · 26.09.2026 · 3 Min. Lesezeit

Notgroschen: Wie viel Rücklage brauchst du wirklich?

Zu wenig ist riskant, zu viel kostet Rendite. So findest du die richtige Höhe für deine Lebenssituation.

Die Waschmaschine gibt auf, das Auto muss in die Werkstatt, oder der Job fällt überraschend weg. Für solche Momente ist der Notgroschen da. Er sorgt dafür, dass du nicht den teuren Dispo nutzen oder ETF-Anteile im falschen Moment verkaufen musst.

Die Faustregel: drei bis sechs Monatsausgaben

Als Notgroschen empfehlen viele Fachleute drei bis sechs Monatsausgaben. Gemeint sind nicht dein Nettogehalt, sondern deine festen Ausgaben: Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität und laufende Verträge.

Welche Höhe zu dir passt

  • Drei Monatsausgaben reichen oft, wenn du unbefristet angestellt bist, keine Kinder hast und zur Miete wohnst.
  • Vier bis fünf Monatsausgaben sind sinnvoll mit Kindern, Wohneigentum, einem Auto oder in der Probezeit.
  • Sechs Monatsausgaben oder mehr brauchen Selbstständige und Freiberufler, deren Einkommen schwankt.

Den passenden Betrag für deine Situation berechnet unser Notgroschen-Rechner, inklusive der Zeit, bis du ihn angespart hast.

Wo der Notgroschen hingehört

Der Notgroschen muss jederzeit verfügbar und sicher sein. Ideal ist ein Tagesgeldkonto bei einer Bank mit Einlagensicherung. Einlagen sind in der EU bis 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Aktien oder ETFs sind ungeeignet, weil sie genau dann im Minus sein können, wenn du das Geld brauchst.

Auch der Notgroschen darf Zinsen bringen. Bei 2,5 % Zinsen erwirtschaften 6.000 € rund 150 € im Jahr. Aktuelle Angebote findest du im Tagesgeld-Vergleich.

Zu viel ist auch nicht gut

Wer deutlich mehr als nötig auf dem Konto parkt, verschenkt Rendite. Nach Abzug der Inflation bleibt vom Tagesgeldzins oft wenig übrig. Alles, was du über den Notgroschen hinaus langfristig nicht brauchst, kann in einem breit gestreuten ETF-Sparplan mehr erreichen.

So baust du ihn auf

Richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach dem Gehaltseingang einen festen Betrag aufs Tagesgeld überweist. Steht der Notgroschen, leitest du die Rate einfach in deinen ETF-Sparplan um. Und wenn du ihn einmal nutzen musst: wieder auffüllen, bevor du weiter investierst.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Angaben ohne Gewähr, Stand siehe Veröffentlichungsdatum.

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